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Else Croner und die "moderne Jüdin"


Im Gegensatz zu früheren Forschungsansätzen, die Croners Abhandlung 'Die moderne Jüdin' von 1913 als Beitrag zu dem unter jüdischen Frauen geführten Diskurs über Identitätsmodelle der deutschen Jüdin betrachtet haben, schlägt der vorliegende Aufsatz eine Lesart des Buches vor, die sich auf seine Kontextualisierung im Rahmen von Else Croners Gesamtwerk stützt, in dem es – außer in dieser einen Schrift – nie um Fragen deutsch-jüdischer Identität geht. Die Kontinuität zwischen den anderen Werken Croners und dem Buch über die moderne Jüdin wird nachgewiesen, und Croner stellt sich als hoch-akkulturierte christliche Autorin jüdischer Herkunft dar, für die nicht die Diskussion spezifisch jüdischer Weiblichkeit, sondern der Einsatz für die Rückkehr zu einem traditionellen Weiblichkeitsbild an sich zentral war.

Weiss-Sussex, Godela (2009) Else Croner und die "moderne Jüdin". In: Hammel and Weiss-Sussex (eds), ‘Not an Essence but a Positioning’: German-Jewish Women Writers, 1900-1938. Meidenbauer, Munich, pp. 55-76.


Item Type:Book Section
Subjects:Culture, Language & Literature
Keywords:Jewish writers, Else Croner, German literature, Germany
Divisions:Institute of Germanic & Romance Studies > Centre for the Study of Contemporary Women's Writing
Institute of Germanic & Romance Studies
Collections:IGRS Staff Papers
Deposited By:Peter Webster
Date Deposited:28 Feb 2012 10:02
Last Modified:28 Feb 2012 10:02
ItemID:3444
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